DER FREISCHÜTZ VOR 75 JAHREN
„Der Freischütz“ in der Festspielstadt Eutin seit 1951: Die „Weber-Festspiele“ wurden von der Eutiner Festspiel-Gesellschaft e.V. 1951 ins Leben gerufen – zum Gedenken an den 125. Todestag des in Eutin geborenen Komponisten Carl Maria von Weber. Die „Neue Deutsche Wochenschau“ berichtete darüber.
Mit freundlicher Nutzungsgenehmigung des Bundesarchivs. Quelle: Neue Deutsche Wochenschau (Originaltitel) Nr. 74 / 1951, Film: 32180
1952 folgten die „Eutiner Sommerspiele“ bis zum Jahr 1999. Ab der Spielzeit 2000 sind es die „Eutiner Festspiele“, die sich seit 2024 unter einem neuen Label präsentieren. Was als erinnerndes Zeichen begann, entwickelte sich rasch zu einer festen Institution des Open Air Musiktheaters. Seitdem sind über siebzig Jahre Bühnengeschichte mit eigenen Produktionen von mehr als 50 verschiedenen Opern, Operetten und Musicals untrennbar mit der Eutiner Freilichtbühne verbunden.
An der Spitze des Repertoires steht Webers Der Freischütz.
In 43 Spielzeiten war die international berühmte Oper in Eutin zu erleben – zuletzt 2024 in einer Inszenierung des Star-Regisseurs Anthony Pilavachi. Hinzu kommt 2017 die Uraufführung von „Die Wolfsschlucht“ als Crossover-Experiment – und in zwei Spielzeiten „Der Freischütz für Kinder“. Auch Webers große romantische Feenoper Oberon, seine letzte Oper, hat ihren festen Platz in der Festspielgeschichte: 1986 und 1987 kam sie auf die Bühne. Ihre Uraufführung fand 1826 in London statt – im Jahr 2026 jährt sich dieses Ereignis zum 200. Mal.
Werke wie Abu Hassan und Euryanthe standen seltener auf dem Spielplan, prägten jedoch ebenfalls das künstlerische Profil der Festspiele.
So ist die Festspielstadt Eutin bis heute eng mit dem Werk Carl Maria von Webers verbunden – als lebendiges Denkmal, das Erinnerung, Aufführungstradition und zeitgenössische Interpretation miteinander verbindet.
Das Opernrepertoire Carl Maria von Webers – mit selten gespielten, heute kaum bekannten Werken ebenso wie mit in Eutin bislang nie aufgeführten Raritäten wie Peter Schmoll und seine Nachbarn oder Silvana (Das stumme Waldmädchen) – lädt dazu ein, weiterzudenken …
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