Wer war dieser Weber?
Weber – ein Künstler, viele Eutiner Spuren
Komponist, Reisender, Schriftsteller, Beobachter – Carl Maria von Weber jenseits der bekannten Rollen.
Weber – ein Künstler, viele Eutiner Spuren
Komponist, Reisender, Schriftsteller, Beobachter – Carl Maria von Weber jenseits der bekannten Rollen.

Zu Webers Zeiten reisten Nachrichten mit der Postkutsche, heute über Social Media. So ändern sich die Wege, auf denen Geschichten unterwegs sind. Beiträge, Bilder und Fundstücke finden nach und nach ihren Weg aus Eutin in die digitale Welt. Wir erzählen sie weiterhin mal poetisch, mal verschmitzt, manchmal mit einem Augenzwinkern. Keine strenge Wissenschaft also und keine gelehrte Biografie, sondern kleine Geschichten aus Klang, Erinnerung und Fantasie.
Als stille Beobachter begleiten wir unseren Meister durch seine Geburtsstadt Eutin und zu jenen Orten, die bis heute von ihm erzählen.
Wir sind Oberon und Puck,
König der Elfen und dienender Geist.
Nicht jede Geschichte lässt sich im Archiv nachschlagen. Einige stehen zwischen den Zeilen alter Bücher, andere hängen im Abendlicht über dem Eutiner See. Dokumente und Zuegnisse wahrer Begebenheiten ruhen im Stadtarchiv. So real, wie das Geburtshaus, wo alles begann.
Manches hier ist erfunden, manches bewusst weitererzählt. Und hin und wieder meldet sich auch der Meister selbst zu Wort. Nicht immer unter seinem eigenen Namen. Darum stellen wir Euch unseren Künstler zunächst auf besondere Weise vor – gemeinsam mit seinem Team aus Namen, Pseudonymen und Gesichtern.
Weber ist dabei natürlich nicht mit wechselnden Gesichtern unter verschiedenen Namen durch die Lande gereist. Aus den vielen erhaltenen Weber-Portraits haben wir jedem Namen und jedem Pseudonym ein scheinbar passendes Gesicht zugeordnet. Ein kleines Feenspiel …
Demnächt hier weitere Portraits.

Puck:
Hier kommt also Simon Knaster – ein Mann mit spitzer Feder und wachsamem Ohr.
Oberon:
Ein Musikkritiker, wie ihn die Zeitungen lieben: aufmerksam, kenntnisreich und nicht ohne Humor.
Puck:
Auch Simon gehört natürlich zum „Harmonischen Verein“. Und wenn er schreibt, liest man seine Rezensionen in denselben Blättern, in denen auch andere Stimmen der musikalischen Welt zu Wort kommen.
Oberon:
Nur wissen viele Leser nicht, dass sich hinter diesem Namen niemand anderes verbirgt als unser Meister selbst.

Oberon:
Hier sehen Sie einen besonders bescheidenen Mitarbeiter unseres Hauses: Niemand.
Puck:
Ja, sein Name klingt beinahe wie eine höfliche Verbeugung.
Doch seine Texte sprechen eine andere Sprache.
Oberon:
Gewandt, elegant und mit einem wachen Blick für die Welt der Kunst – ganz so, als wäre er direkt aus der Zeitung für die elegante Welt hervorgetreten.
Puck:
Kein Wunder. Auch Niemand gehört zum „Harmonischen Verein“ und liefert Beiträge für mehrere der damals vielgelesenen Zeitungen.
Oberon:
Und während die Leser über seine Gedanken nachdenken, ahnen sie meist nicht, dass hier wieder einmal unser Meister selbst spricht.

Oberon:
Wenn es um Rezensionen geht, ist Melos zur Stelle.
Puck:
Ein Kritiker mit sicherem Urteil – besonders wenn es um die Werke Carl Maria von Webers geht.
Oberon:
Was natürlich den kleinen Vorteil hat, dass er dabei oft über sich selbst schreibt.
Puck:
Aber im „Harmonischen Verein“ war das keineswegs ungewöhnlich.
Man diskutierte, schrieb, widersprach einander – und ließ die Gedanken durch mehrere Namen wandern.
Oberon:
So entstand ein lebendiger Austausch über Musik und Kunst.
Und Melos war mittendrin.

Oberon:
Manchmal genügte unserem Meister auch nur ein einzelner Buchstabe.
Puck:
M.
Oberon:
Kurz, knapp und geheimnisvoll.
Puck:
Doch hinter diesem kleinen Zeichen verbergen sich wiederum Rezensionen und Beiträge über das musikalische Leben der Zeit.
Oberon:
Auch dieser Schreiber gehört zum „Harmonischen Verein“ und veröffentlicht in jenen Zeitungen, die nicht nur von Künstlern gelesen werden, sondern auch von einem neugierigen Publikum.
Puck:
So wanderten Webers Gedanken unter vielen Masken durch die Blätter des Landes.

Puck:
Wie bitte? Krautsalat?
Ist das wirklich ein weiterer Name unseres Meisters?
Oberon:
Nicht ganz.
Puck:
Woher stammt nun dieser seltsame Name?
Oberon:
Schlagen wir nach bei Weber.
[Oberon schwingt sein Lilienzepter. Ein Buch erscheint.]
Es ist die Biografie "Carl Maria von Weber in seiner Zeit" von Christoph Schwandt.
[Oberon liest aus Seite 91 vor]
Die Stuttgarter Künstlerclique „Fausts Höllenfahrt“ plante einst einen „Marc Anton“ aufzuführen. Margarethe – genannt Gretchen – sollte die Titelrolle übernehmen, Weber hingegen wollte als Tenor den singenden "Krautsalat" darstellen.
Ob dieser Spaß im Jahr 1808 oder kurz danach stattfand, weiß man nicht mehr genau.
Doch sicher ist: In diesem übermütigen Kreis nannte sich Weber selbst „Krautsalat“.
Puck:
Also ein Künstlername aus guter Laune geboren.
Oberon:
Und vermutlich mit ebenso viel Humor getragen.

Puck:
Hier kommt also Simon Knaster – ein Mann mit spitzer Feder und wachsamem Ohr.
Oberon:
Ein Musikkritiker, wie ihn die Zeitungen lieben: aufmerksam, kenntnisreich und nicht ohne Humor.
Puck:
Auch Simon gehört natürlich zum „Harmonischen Verein“. Und wenn er schreibt, liest man seine Rezensionen in denselben Blättern, in denen auch andere Stimmen der musikalischen Welt zu Wort kommen.
Oberon:
Nur wissen viele Leser nicht, dass sich hinter diesem Namen niemand anderes verbirgt als unser Meister selbst.

Oberon:
Hier sehen Sie einen besonders bescheidenen Mitarbeiter unseres Hauses: Niemand.
Puck:
Ja, sein Name klingt beinahe wie eine höfliche Verbeugung.
Doch seine Texte sprechen eine andere Sprache.
Oberon:
Gewandt, elegant und mit einem wachen Blick für die Welt der Kunst – ganz so, als wäre er direkt aus der Zeitung für die elegante Welt hervorgetreten.
Puck:
Kein Wunder. Auch Niemand gehört zum „Harmonischen Verein“ und liefert Beiträge für mehrere der damals vielgelesenen Zeitungen.
Oberon:
Und während die Leser über seine Gedanken nachdenken, ahnen sie meist nicht, dass hier wieder einmal unser Meister selbst spricht.

Oberon:
Wenn es um Rezensionen geht, ist Melos zur Stelle.
Puck:
Ein Kritiker mit sicherem Urteil – besonders wenn es um die Werke Carl Maria von Webers geht.
Oberon:
Was natürlich den kleinen Vorteil hat, dass er dabei oft über sich selbst schreibt.
Puck:
Aber im „Harmonischen Verein“ war das keineswegs ungewöhnlich.
Man diskutierte, schrieb, widersprach einander – und ließ die Gedanken durch mehrere Namen wandern.
Oberon:
So entstand ein lebendiger Austausch über Musik und Kunst.
Und Melos war mittendrin.

Oberon:
Manchmal genügte unserem Meister auch nur ein einzelner Buchstabe.
Puck:
M.
Oberon:
Kurz, knapp und geheimnisvoll.
Puck:
Doch hinter diesem kleinen Zeichen verbergen sich wiederum Rezensionen und Beiträge über das musikalische Leben der Zeit.
Oberon:
Auch dieser Schreiber gehört zum „Harmonischen Verein“ und veröffentlicht in jenen Zeitungen, die nicht nur von Künstlern gelesen werden, sondern auch von einem neugierigen Publikum.
Puck:
So wanderten Webers Gedanken unter vielen Masken durch die Blätter des Landes.

Puck:
Wie bitte? Krautsalat?
Ist das wirklich ein weiterer Name unseres Meisters?
Oberon:
Nicht ganz.
Puck:
Woher stammt nun dieser seltsame Name?
Oberon:
Schlagen wir nach bei Weber.
[Oberon schwingt sein Lilienzepter. Ein Buch erscheint.]
Es ist die Biografie "Carl Maria von Weber in seiner Zeit" von Christoph Schwandt.
[Oberon liest aus Seite 91 vor]
Die Stuttgarter Künstlerclique „Fausts Höllenfahrt“ plante einst einen „Marc Anton“ aufzuführen. Margarethe – genannt Gretchen – sollte die Titelrolle übernehmen, Weber hingegen wollte als Tenor den singenden "Krautsalat" darstellen.
Ob dieser Spaß im Jahr 1808 oder kurz danach stattfand, weiß man nicht mehr genau.
Doch sicher ist: In diesem übermütigen Kreis nannte sich Weber selbst „Krautsalat“.
Puck:
Also ein Künstlername aus guter Laune geboren.
Oberon:
Und vermutlich mit ebenso viel Humor getragen.