Oberon:
Hier begegnen wir unserem virtuosen Konzertpianisten – einem Freund des Naturhorns und der Klarinette.
Puck:
Und in fröhlicher Runde greift er auch gern zur Gitarre!
Aber sag:
Weshalb ist der Vorname unseres Meisters auf dem Eutiner Denkmal mit K geschrieben?
Oberon:
Im Taufregister wurde das C später ergänzt.
Man nimmt an, dass Vater und Sohn während ihres Aufenthalts in Eutin im Jahr 1802 – der fast vierzehn Tage dauerte – diese Frage klärten.
Puck:
Und doch wunderten sich im großen Weber-Jahr 1986 einige Eutiner Bürger über den Buchstaben auf dem Denkmal.
Wer dafür verantwortlich war, wusste niemand so genau.
Oberon:
Allerdings zeigt schon ein Foto von 1926 – aus der Zeit der großen Weber-Feier in Eutin –, dass der Name dort bereits mit K geschrieben war.
Auch Postkarten aus jener Zeit belegen diese Schreibweise.
Puck:
Vielleicht hatten also auch hier die Rechtschreibreformer ihre Finger im Spiel – so wie bei Cöln oder Göthe, deren Schreibweise sich später wandelte.
Oberon:
So bleiben am Ende zwei Möglichkeiten:
Man lässt das K, wie es einst gesetzt wurde.
Oder man ersetzt es durch ein C und entlässt das Denkmal seiner Zeitgebundenheit.
Puck:
Doch wie auch immer der Name unseres Meisters beginne – ob mit K oder mit C:
Der Klang seiner Musik bleibt derselbe.
Oberon:
Und vielleicht lächelt der Meister darüber, dass Menschen an seinem 200. Geburtstag über einen Buchstaben diskutierten, während seine Melodien längst weitergezogen sind – vom kleinen Eutin hinaus in die große Welt.