Puck:
Gestatten Sie, dass ich meinen Meister vorstelle.
Sein Name lautet: Carl Maria Friedrich Ernst von Weber.
So steht es heute im Taufregister der Stadt Eutin geschrieben.
Auch wenn er in Eutin nicht auf den Namen Maria getauft wurde, wie manch Gelehrter schrieb.
Wer den Namen wohl später mit anderer Handschrift nachgetragen hat?
Carl – wie sein Vater ihn kurz nannte – war weit mehr als nur ein literarisch interessierter Komponist. Er gehört zu den frühen Vertretern eines neuen Künstlertypus: Musiker, Dichter und Musikschriftsteller in einer Person.
Und man sagt sogar, er sei der bedeutendste Vertreter der deutschen romantischen Oper – noch vor Richard Wagner. Zudem gilt er vielen als Begründer jener Kunst, die man später „Klangfarbencharakteristik“ nennen sollte.
Oberon:
Genug von großen Worten über den Meister, mein treuer Puck.
Denn auch ein Tonkünstler arbeitet nicht allein.
Darum darf ich Ihnen heute die Mitarbeiter unseres kleinen Redaktionsbüros vorstellen – die verschiedenen Namen, unter denen der Meister schrieb, stritt, rezensierte und gelegentlich auch sich selbst lobte.
Willkommen im Weber-Team!
Puck:
Wusstest Du übrigens, dass unser Meister als Mitglied des „Harmonischen Vereins“ Beiträge für mehrere Zeitungen schrieb? Für die Allgemeine musikalische Zeitung, für das Morgenblatt, für die Zeitung für die elegante Welt, für das Badische Magazin und sogar für die Prager Oberpostamtszeitung.
Doch nicht immer unter seinem eigenen Namen.
Manchmal hieß er Melos, manchmal Niemand – und gelegentlich auch Simon Knaster.
