Puck:
Wie bitte? Krautsalat?
Ist das wirklich ein weiterer Name unseres Meisters?
Oberon:
Nicht ganz.
Puck:
Woher stammt nun dieser seltsame Name?
Oberon:
Schlagen wir nach bei Weber.
[Oberon schwingt sein Lilienzepter. Ein Buch erscheint.]
Es ist die Biografie „Carl Maria von Weber in seiner Zeit“ von Christoph Schwandt.
[Oberon liest aus Seite 91 vor]
Die Stuttgarter Künstlerclique „Fausts Höllenfahrt“ plante einst einen „Marc Anton“ aufzuführen. Margarethe – genannt Gretchen – sollte die Titelrolle übernehmen, Weber hingegen wollte als Tenor den singenden „Krautsalat“ darstellen.
Ob dieser Spaß im Jahr 1808 oder kurz danach stattfand, weiß man nicht mehr genau.
Doch sicher ist: In diesem übermütigen Kreis nannte sich Weber selbst „Krautsalat“.
Puck:
Also ein Künstlername aus guter Laune geboren.
Oberon:
Und vermutlich mit ebenso viel Humor getragen.
