Weber & Eutin 1877

1877 als Weber-Gedenkstätte umgewidmet

Das Tuffsteinhaus, einst eine offene Sitzhalle im Schlosspark, wurde 1793/94 errichtet. Darin befanden sich gegenüber platzierte Büsten von dem griechischen Dichter Aratos und dem römischen Dichter Seneca. Mit den Werken beider Dichter soll sich Johann Heinrich Voß befasst haben, während dessen Eutiner Zeit (1782-1802) das Tuffsteinhaus errichtet wurde.

1813 wurde der Skulpturenschmuck zerstört.

Ab 1877 diente das Tuffsteinhaus nach einer Umwidmung als Gedenkstätte für Carl Maria von Weber. Eine Gitterpforte verhindert seither den Zugang. So wollte es der damalige Schlosseigentümer, Großherzog von Oldenburg Friedrich August. „Wegen der von der Schlossverwaltung intendierten anderweitigen Dekoration des Innern“, so die Begründung . Zuvor stand eine 16 Fuß lange weiß angestrichene Holzbank im Hausinnern an der Rückwand, die zum Aufenthalt einlud.

(Quelle: Gisela Thietje, Der Eutiner Schlossgarten, Wachholtz Verlag, Neumünster, 1994, S. 169f u. a.).

 

Aus den Lübecker Nachrichten vom 26.09.1975:
„Nach der Überführung der Gebeine Carl Maria von Webers, die 1844 auf Veranlassung Richard Wagners von London nach Dresden erfolgte, wurde das Gebäude zu einer Gedächtnishalle für den in Eutin geborenen Komponisten umgestaltet.“ Dies verbunden mit der Information, dass die Stadt Eutin den Tuffstein gereinigt und konserviert, im Innern neu gestrichen hat und die Weber-Büste eine neue Konsole erhielt.
(Quelle: Presseausschnitt, Stadtarchiv Eutin)