Fatime und Scherasmin müssen als Sklaven dem Gärtner Ibrahim im Palast des Emirs von Tunis dienen. Trotz ihres ärmlichen Umstandes bleibt das Paar fröhlich und will sich untrennbar auf ewig lieben.
Wie von Oberon erdacht, zaubert Puck Hüon nach sieben Tagen vor die Haustüre des Gärtners, lässt ihm sein Bewusstsein zurückkehren. Scherasmin entdeckt seinen Ritter. Beide sind über diesen Zauber verwundert und zugleich erfreut.
Fatime kommt hinzu und berichtet über das verbreitete Gerücht, das dem Emir eine wunderschöne Sklavin vorgestellt wurde und sie in einem Pavillon in den Gärten des Harems untergebracht hat. Hüons Herz sagt ihm, dass dies nur seine geliebte Rezia sein kann. Scherasmin beschafft Hüon eine unauffällige Gärtnerkleidung.
Doch der Emir von Tunis, Almansor, hat sich in Rezia verliebt und verspricht ihr Reichtum an seiner Seite. Rezia hält aber dieser Verlockung stand und erwidert dessen Liebe nicht. Almansors Frau, Roschana, hat dies beobachtet und rennt mit wilden Blicken zu ihrem Mann. Der jagt sie davon. Roschana schwört Rache.
Ein Blumenstrauß fällt Hüon zu Füßen. Er glaubt, es sei eine Botschaft von Rezia. Auf einem Lorbeerblatt ist die Botschaft eingeritzt: Nach Sonnenuntergang soll Hüon die Tür der Myrthenlaube öffnen. Er glaubt fest daran, dass dort Rezia auf ihn warten wird und ist überglücklich. So begibt sich Hüon im Finsteren zur Laube. Roschanas Sklavin, Nadine, nimmt ihn dort an die Hand und führt Hüon im Dunkeln in ein Zimmer. Hier wartet nicht Rezia sondern Roschana auf ihn, mit einem Schleier bedeckt. Sie gibt sich in reizvoller Pose zu erkennen und verspricht Hüon, schon morgen mit ihr den Thron zu teilen.
In ihr toben Rache und Gelüste. Roschana will, dass Hüon sie fortan liebt und er dafür mit allen erdenklichen Wünschen belohnt wird. Noch in der Liebesnacht soll Hüon Almansor töten. Reichtum, Rang, Macht, Freiheit und Liebe soll der Lohn seines Dolchstoßes sein. Doch Mord lehnt Hüon kategorisch ab, allenfalls stelle er sich für einen Kampf bereit – Schwert gegen Schwert, um die gekränkte Ehefrau zu rächen.
Roschana gibt nicht auf und ruft alle schönen Sklavinnen herbei. Eine Schar hübscher Mädchen tanzt im Kreis verführerisch um Hüon, so dass er nicht fliehen kann und singen im Chor: „ … wenn Frauenaugen liebend glühn …“. Hüon will den Reizen nicht unterliegen, sondern versucht, sich einen Weg zu bahnen.
Da kommt Almansor, und dessen Sklaven ergreifen Hüon. Roschana lügt Almansor vor, Hüon habe sich unerlaubt Zugang verschafft und wäre dabei von ihren Sklavinnen erwischt worden. Almansor glaubt ihren Worten nicht. Er gibt zwei Sklaven ein Zeichen. Roschana stürzt auf Almansor zu und will ihm ihren Dolch ins Herz stoßen, aber die Waffe wird ihr entrissen. Almansor ordnet an, dass sie in den Fluten des Medjerdas qualvoll ertrinken soll. Roschana wird abgeführt…
Es ist inzwischen Nacht. Scherasmin wartet im Garten auf ein Zeichen von Hüon. Das Mondlicht erhellt einen Rosenstrauch. Plötzlich taucht etwas daraus auf und berührt Scherasmin am Bein. Panisch vor Angst und Schrecken glaubt Scherasmin von einer Schlange gebissen worden zu sein und denkt er sei verloren. Doch dann erblickt er entzückt das Zauberhorn. Er ist gerettet und tanzt vor Freude.
Im selben Augenblick eilt Fatime verzweifelt herbei und klagt, dass alles verloren sei, da Almansor den Ritter Hüon jetzt lebendig verbrennen will. Scherasmin lacht sorglos und bläst einen sanften Ton ins Zauberhorn. Fatime kann sich plötzlich vor Lachen nicht mehr halten. Scherasmin nimmt sie an die Hand und beide eilen zur Hilfe in den Hof des Harems. Dort im Hof wird ein Scheiterhaufen aufgerichtet.
Mit lautem Schrei stürzt Rezia dem Emir zu Füßen. Sie beschwört Almansor um Gnade, da Hüon ihr Gemahl sei und von Roschana betrogen worden sei. Almansor sagt abweisend, damit habe sich Rezia selbst zum Tode verurteilt und lässt sie festbinden. „So sterben wir vereint, ein Augenblick der Wonne!“, ruft Rezia zu Hüon.
Gerade als die Sklaven den Scheiterhaufen anzünden wollen, bläst Scherasmin fest in das Zauberhorn, das lautstark ertönt. Almansor erstarrt; die Sklaven beginnen zu tanzen. Scherasmin bläst noch stärker ins Horn. Hüons und Rezias Fesseln lösen sich, der Scheiterhaufen verschwindet in der Versenkung. Die Sklaven fliehen vor Schreck. Alles hüllt sich in Wolken.
Oberon und Titania erscheinen. Sie haben sich wieder versöhnt. Der Elfenkönig dankt dem Liebespaar für ihre unerschütterliche Treue auf ewig mit einem letzten Zauber: Die Wolken öffnen sich. Kaiser Karl der Große sitzt auf seinem Thron, umringt von Wachen und Edelleuten. Hüon, in Ritterrüstung, führt Rezia zu den Füßen des Throns und beide knien nieder. Der Kaiser gibt dem Paar das Zeichen, sich zu erheben, spricht großen Dank darüber aus, was Hüon mit Beistand der Feenwelt vollbracht hat und heißt Braut und Bräutigam wie auch Scherasmin und Fatime im fränkischen Kaiserreich willkommen.